Bei der Durchsetzung von Vermächtnissen hat der Erblasser die Möglichkeit, seine Erben mit einem Vermächtnis zu beschweren. Kraft dessen erhält der Vermächtnisnehmer das Recht, vom Erben einen bestimmten Vermächtnisgegenstand zu fordern.

Vermächtnisse können in den unterschiedlichsten Formen angeordnet werden, wie z.B. die Zuwendung von Geld oder Gegenständen, aber auch Rechten.

Beispiel zur Durchsetzung von Vermächtnissen

Beispiel:Witwe W setzt ihren Sohn S zu ihrem Alleinerben ein. Dem Tierheim München wendet sie per Vermächtnis einen Geldbetrag in Höhe von 5.000,00 EUR zu; ihr Silberservice soll ihre beste Freundin F erhalten. Ihr Lebensgefährte L soll das Recht haben, für die Dauer von drei Jahren nach dem Tod der W, weiter mietfrei in ihrem Haus zu wohnen.


Die Durchsetzung von Vermächtnissen erfordert regelmäßig zunächst die Geltendmachung entsprechender Auskunftsansprüche gegenüber dem Erben. Der Erbe hat das Vermächtnis grundsätzlich gemäß den Anordnungen des Erblassers zu erfüllen – widrigenfalls ist der Klageweg zu beschreiten.


Wichtig!   
      

Auch Miterben können mit einem (Voraus-)Vermächtnis bedacht werden. Hierdurch kann der Nachlass so stark ausgehöhlt werden, dass den übrigen Miterben ggf. noch nicht einmal ihr Pflichtteilsanspruch verbleibt. Hier mag im Einzelfall die Ausschlagung der Erbschaft angezeigt sein, um den ungeschmälerten Pflichtteilsanspruch gelten machen zu können (sog. „taktische Ausschlagung“) – ein komplexes und zeitkritisches Unterfangen, das nur mit anwaltlicher Hilfe in Angriff genommen werden sollte.

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Nicolai Utz

Nicolai Utz
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