24.02.2017
Der BFH hat in zwei aktuellen Urteilen die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer bei Ehegatten großzügiger als bisher ausgelegt und die Grenze von Euro 1.250 nun personen- und nicht mehr objektbezogen beurteilt.

Wenn mehrere Steuerpflichtige gemeinsam ein häusliches Arbeitszimmer nutzen ist die Höchstbetragsgrenze von 1.250 € personenbezogen anzuwenden -  so dass jeder von ihnen seine Aufwendungen hierfür bis zu dieser Obergrenze einkünftemindernd geltend machen kann.

Dies hat der Bundesfinanzhof mit zwei am 22. Februar 2017 veröffentlichten Urteilen vom 15. Dezember 2016 VI R 53/12 und VI R 86/13 entschieden und dabei seine Rechtsprechung zu § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG zugunsten der Steuerpflichtigen geändert.

Bislang ist der BFH ist von einem objektbezogenen Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer ausgegangen. Die abziehbaren Aufwendungen waren hiernach unabhängig von der Zahl der nutzenden Personen auf 1.250 € begrenzt. Dies ändert sich nun - der Höchstbetrag kann von jedem Steuerpflichtigen in voller Höhe in Anspruch genommen werden, der das Arbeitszimmer nutzt, sofern in seiner Person die Voraussetzungen des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG erfüllt sind.