Informationen zu den Corona Wirtschaftshilfen

Corona Wirtschaftshilfen für Betriebe und Unternehmen

  • Welche staatliche Förderungen gibt es, zur kurzfristigen Deckung von Finanzierungsbedarf
    und Überbrückung von Liquiditätsengpässen?
  • Welche zusätzlichen Sonderprogramme stehen zur Verfügung?
  • Wie ist der Ablauf des Antragsverfahrens bei Unterstützungsmaßnahmen?

Überbrückungshilfe

  • Die Überbrückungshilfe ist ein Bundesprogramm zur Erstattung der betrieblichen Fixkosten bei Corona-bedingten Umsatzausfällen.
  • Das Programm richtet sich an Unternehmen, gemeinnützige Unternehmen und Vereine, im Haupterwerb tätige Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe aller Wirtschaftsbereiche.
  • Die Abwicklung des Programms erfolgt in Bayern durch die IHK für München und Oberbayern.
  • Die Anträge müssen über Prüfende Dritte gestellt werden

Das Programm umfasst aktuell vier Phasen:

Überbrückungshilfe III Plus

Die Überbrückungshilfe III Plus wird mit den bewährten Förderbedingungen weitergeführt. Es sind weiterhin alle Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent zum jeweiligen Referenzmonat antragsberechtigt.

Was ist neu?

  • Fördermonate: Juli bis September 2021
  • Antragsfrist: 31. Oktober 2021
  • Neu hinzugekommen ist die Restart-Prämie, mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu den Personalkosten erhalten können, wenn sie im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen.
  • Ergänzt wurde zudem die Erstattung von Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 20.000 Euro pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit. 
  • Bei Erstantragstellung werden Abschlagszahlungen in Höhe von 50 Prozent der beantragten Förderung gewährt. Maximal 100.000 Euro pro Monat bzw. insgesamt bis zu 300.000 Euro.

Welche Kosten können berücksichtigt werden? Eine Übersicht über die zeitliche Kostenberücksichtigung:

Überbrückungshilfe III plus

Weiterführende Informationen zur Überbrückungshilfe III Plus

Überbrückungshilfe III

Die dritte Phase des Bundesprogramms (Überbrückungshilfe III) umfasst die Fördermonate November 2020 bis Juni 2021. Anträge können über Prüfende Dritte bis 31. Oktober 2021 gestellt werden.

  • Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro unterstützt.
  • Die Überbrückungshilfe III wurde im April 2021 um einen Eigenkapitalzuschuss erweitert.
  • Darüber hinaus wurde unter anderem die Erstattung von Fixkosten sowie eine Anschubhilfe für die Reise-, Veranstaltungs- und Kulturbranche ermöglicht. Außerdem wurden kirchliche Unternehmen und Start-ups, die bis zum 31. Oktober 2020 gegründet wurden, antragsberechtigt.

Weiterführende Informationen zu den Fragen

  • Ab wann können Anträge gestellt werden?
  • Wer ist antragsberechtigt?
  • Wo kann man die Anträge stellen?
  • Welche Umsatzeinbrüche muss man erlitten haben, um antragsberechtigt zu sein?
  • Welche Kosten werden übernommen?
  • Wie berechnet sich die Überbrückungshilfe?
  • Wie hoch ist die Überbrückungshilfe maximal?
  • Wo finde ich aktuelle Informationen?

finden Sie hier.

Überbrückungshilfe I und II: Diese Programme sind inzwischen abgeschlossen

Die Überbrückungshilfe I war ein Fixkostenzuschuss bei Corona-bedingten Umsatzrückgängen. Sie umfasste die Fördermonate Juni bis August 2020.

Die Überbrückungshilfe II umfasste die Fördermonate September bis Dezember 2020.

Informationen zur Phase I

Informationen zur Phase II

Neustarthilfe für Soloselbständige

Neustarthilfe Plus

Mit der Neustarthilfe Plus werden weiterhin Soloselbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten unterstützt.

Was ist neu?

  • Fördermonate: Juli bis September 2021
  • Antragsfrist: 31. Oktober 2021
  • Der Vorschuss (Betriebskostenpauschale) wurde auf maximal 4.500 Euro für Soloselbstständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und auf bis zu 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften im gesamten Bezugszeitraum erhöht.
  • Die Neustarthilfe Plus kann nicht zusätzlich zur Überbrückungshilfe III Plus beantragt werden.

Natürliche Personen können die Neustarthilfe Plus bereits per Direktantrag im eigenen Namen unter Nutzung des ELSTER Zertifikats beantragen. Die Antragsfrist endet am 31. Oktober 2021. Die Beantragung für Kapitalgesellschaften und Genossenschaften über Prüfende Dritte folgt zu einem späteren Zeitpunkt (Stand 11.08.2021).

Weitere Informationen

Neustarthilfe

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige in allen Wirtschaftszweigen finanziell unterstützt, die im Zeitraum Januar bis Juni 2021 Corona-bedingt hohe Umsatzeinbußen verzeichnen, aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben.

Auch kleine Kapitalgesellschaften und Genossenschaften können Unterstützung durch die Neustarthilfe erhalten, wenn der überwiegende Teil der Einkünfte – würden sie von einer natürlichen Person erzielt – als gewerbliche oder freiberufliche Einkünfte gelten würden.

In Kürze:

  • Die Neustarthilfe unterstützt Soloselbständige und kleine Kapitalgesellschaften (ein/e Gesellschafter/in) mit bis zu 7.500 EUR und Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften mit bis zu 30.000 EUR.
  • Sie wird als Vorschuss für Januar bis Juni 2021 ausgezahlt.
  • Die Antragsfrist für Erst- und Änderungsanträge gilt bis 31. Oktober 2021.
  • Die Neustarthilfe kann nicht zusätzlich zur Überbrückungshilfe III gestellt werden.

Wer stellt den Antrag?

Natürliche Personen (Soloselbständige mit und ohne Personalgesellschaften, kurz befristet Beschäftigte in den Darstellenden Künsten und unständig Beschäftigte) können den Antrag unter Nutzung des ELSTER Zertifikats ODER durch einen prüfenden Dritten stellen.

Kapitalgesellschaften und Genossenschaften müssen die Neustarthilfe über einen Prüfenden Dritten stellen.
Weitere Informationen

KfW-Corona-Hilfe – Kredite für Unternehmen

Als Unternehmen, Selbstständiger oder Freiberufler sind Sie durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten und benötigen einen Kredit?

Um Ihre Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken, können Sie einen KfW-Kredit erhalten. Den Kredit beantragen Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse.

Dabei wird bei der KfW unterschieden:

  • KfW-Schnellkredit für Unternehmen bis zu 10 Mitarbeitern bzw. für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern.
  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind.
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind.
  • KfW-Sonderprogramm – Konsortialfinanzierungen ab 25 Mio. Euro.
  • Weitere Unterstützung für Unternehmen von Bund und Ländern.

Alles zum KfW-Schnellkredit und den KfW-Sonderprogrammen.

Wenn Sie eine Kreditbürgschaft nutzen möchten, wenden Sie sich bitte an die Bürgschaftsbank Ihres Bundeslandes.

Gerne beraten und helfen wir bei der Beantragung von Krediten.

KfW-Schnellkredit 2020

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beschließt durch einen neuen Schnellkredit der KfW den Mittelstand weiter zu fördern. Interessant hierbei ist vor allem die 100%ige Haftungsfreistellung für die Hausbanken, sowie die Laufzeit von 10 Jahren.

Nachteilig ist der „hohe“ Zins in Höhe von 3%.

Gemäß anderen Quellen soll die Möglichkeit bestehen, die Finanzierung zu einem späteren Zeitpunkt in andere zinsgünstigere Darlehen der KfW umzuschulden.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für Anschaffungen und laufende Kosten
  • Kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 1.800.000 Euro
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
  • Die KfW übernimmt 100 % des Bankenrisikos.

Der KfW-Schnellkredit kann bis 31. Dezember 2021 bei Banken oder Sparkassen abgeschlossen werden.

Zur Beantragung: KfW-Schnellkredit 2020

LfA Förderbank Bayern
Liquiditätshilfe durch Kredite & Risikoübernahmen

Die LfA hilft Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise mit Krediten und Risikoübernahmen. Voraussetzung für die Unterstützung der Unternehmen ist ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftsmodell und die Bereitschaft der Hausbanken, die LfA-Förderangebote in die Gesamtfinanzierung einzubinden.

Wenn Sie eine Finanzierung aus den nachfolgenden Programmen nutzen möchten, wenden Sie sich bitte an Ihre Hausbank, bei der die LfA-Kredite beantragt und ausbezahlt werden.

Universalkredit

  • Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einem Jahresumsatz (Konzernumsatz) bis einschließlich 500 Millionen Euro und Angehörige der Freien Berufe.
  • Finanziert werden Investitionen, die Anschaffung von Warenlagern sowie der allgemeine Betriebsmittelbedarf einschließlich Umschuldung kurzfristiger Verbindlichkeiten.
  • Darlehenshöchstbetrag: 10 Millionen Euro je Vorhaben.
  • Soweit ein Darlehen bis 4 Millionen Euro bankmäßig nicht ausreichend abgesichert werden kann, ist für Unternehmen mit einem Konzernumsatz bis einschließlich 500 Millionen Euro eine 80-prozentige Haftungsfreistellung möglich
  • Für Haftungsfreistellungen bis 500.000 Euro gilt zudem – in allen LfA-Förderkrediten mit Haftungsfreistellung – ein vereinfachtes Beantragungs- und Bearbeitungsverfahren.

Bürgschaften

  • Antragsberechtigt sind mittelständische gewerbliche Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe.
  • Bürgschaften der LfA können grundsätzlich auch für Betriebsmittel beantragt werden.
  • Der maximale Bürgschaftssatz wird – für Betriebsmittel-, Rettungs- und Umstrukturierungsbürgschaften sowie bei Konsolidierungsdarlehen – auf einheitlich 80 Prozent des Kreditbetrages angehoben.
  • Bei Bürgschaften der LfA bis 500.000 Euro gilt auch das vereinfachte Beantragungs- und Bearbeitungsverfahren wie bei Haftungsfreistellungen bis 500.000 Euro.
  • Bürgschaften der LfA werden bis zu einem Betrag von 5 Millionen Euro übernommen. Darüber hinaus sind auch Staatsbürgschaften möglich.
  • Für Handwerk, Handel, Hotels und Gaststätten sowie Gartenbaubetriebe stehen Bürgschaften der Bürgschaftsbank Bayern GmbH zur Verfügung.

Akutkredit

  • Antragsberechtigt sind mittelständische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft.
  • Darlehenshöchstbetrag: 2 Millionen Euro.
  • Auf die Einreichung eines Konsolidierungskonzeptes wird generell verzichtet, sofern die Hausbank bei der Beantragung einen Konsolidierungsanlass gegenüber der LfA bestätigt.

Fragen?

Falls Sie Unterstützung mit finanziellen Überbrückungshilfen und Risikoentlastungen benötigen oder sonstige Fragen zu diesen Themen haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite.

Klaus Nützl

Dipl.-Bankbetriebswirt (BA)
Klaus Nützl
Immobilien- und Finanzierungsexperte

Service-Telefon
+ 49 89 547143
oder per E-Mail
k.nuetzl@acconsis.de

‚ACCONSIS Corona Task Force‘ per E-Mail

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ACCONSIS – Corona Information (Update)

Ergänzung zu: Sicher durch die Corona-Krise –
Was Sie als Unternehmer und Freiberufler jetzt unbedingt beachten sollten

Nachdem viele Hilfsprogramme der Bundesregierung verabschiedet wurden, erhalten Sie in unserem Update eine Zusammenfassung darüber, welche finanziellen Hilfen es derzeit für Unternehmen gibt, welche Regelungen und Fristen für diese gelten und wie Sie diese im Zweifelsfall schnell und einfach in Anspruch nehmen können.

Desweiteren Informationen zum Insolvenzrecht und einen Ausblick zur Lage.

ACCONSIS – Corona Information

Sicher durch die Corona-Krise –
Was Sie als Unternehmer und Freiberufler jetzt unbedingt beachten sollten

In dieser Mandanten-Information erhalten Sie auf viele Fragen wichtige Antworten.

Sicher durch die Corona-Krise -
Was Sie als Unternehmer jetzt unbedingt beachten sollten