Der deutsche Wohnungsmarkt steht unter Druck: Es wird seit Jahren zu wenig gebaut, insbesondere in den Ballungsräumen. Gleichzeitig steigen Baukosten, Finanzierungskosten und regulatorische Anforderungen. Für viele private Anleger wirkt der Immobilienerwerb daher auf den ersten Blick kaum noch attraktiv. Doch gerade bei Neubauimmobilien eröffnen sich nach wie vor interessante Chancen – vor allem dann, wenn staatliche Förderungen und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten gezielt genutzt werden.
Warum fördert der Staat Neubauimmobilien steuerlich so stark?
Deutschland leidet unter einem strukturellen Wohnungsmangel. Um private Investoren zu motivieren, setzt der Gesetzgeber auf ein Bündel aus:
- steuerlichen Abschreibungen,
- zinsvergünstigten Förderdarlehen,
- zusätzlichen Anreizen für energieeffizientes Bauen.
Diese Maßnahmen verfolgen ein klares Ziel: Mehr Mietwohnungen, schneller gebaut, mit modernen Standards. Für Anleger bedeutet das: Ein erheblicher Teil der Investition wird steuerlich und finanziell abgefedert.
Degressive Abschreibung: Ein zentraler Hebel für Anleger
Ein besonders wirkungsvolles Instrument ist die degressive Abschreibung (AfA) für neu errichtete Mietwohnungen. Während früher überwiegend linear abgeschrieben wurde, erlaubt der Gesetzgeber nun höhere Abschreibungsbeträge in den ersten Jahren.
Der Vorteil liegt auf der Hand:
Gerade in der Anfangsphase der Finanzierung sind die steuerlichen Effekte am stärksten. Die Abschreibung mindert das zu versteuernde Einkommen – und damit unmittelbar die Einkommensteuerlast.
Je höher der persönliche Steuersatz, desto größer ist dieser Effekt. Für viele Gutverdiener lässt sich so ein erheblicher Teil der laufenden Steuerzahlungen in den Aufbau von Immobilienvermögen umlenken.
Wann lohnt sich die Sonderabschreibung für energieeffiziente Neubauten?
Zusätzlich zur regulären AfA besteht die Möglichkeit einer Sonderabschreibung für besonders energieeffiziente Neubauten. Sie kann die steuerliche Wirkung nochmals deutlich erhöhen, ist jedoch an strenge Voraussetzungen gebunden.
Aus unserer Beratungspraxis wissen wir:
- Energetische Standards verursachen Mehrkosten.
- Diese lohnen sich nur, wenn die zusätzliche Steuerersparnis höher ausfällt.
- Eine isolierte Entscheidung „nur wegen der Förderung“ ist riskant.
Hier ist eine integrierte Betrachtung aus Steuer-, Bau- und Finanzperspektive unerlässlich.
KfW-Förderung: Günstige Zinsen als Finanzierungsvorteil
Neben der Abschreibung spielt die Finanzierung eine entscheidende Rolle. Für Neubauten stellt die KfW spezielle Förderprogramme bereit, die einen zinsverbilligten Kreditanteil ermöglichen.
Gerade bei kleineren Wohneinheiten fällt dieser Vorteil stark ins Gewicht, da der Förderkredit einen relevanten Teil der Gesamtfinanzierung abdecken kann. Im Vergleich zu marktüblichen Bankdarlehen ergeben sich hier über die Laufzeit spürbare Zinsersparnisse.
Das Ergebnis:
Die monatliche Belastung sinkt – und verbessert den laufenden Cashflow der Investition.
Positive Cashflows sind auch heute noch möglich
Oft schrecken Anleger vor hohen Kaufpreisen und Kreditraten zurück. Eine isolierte Betrachtung greift jedoch zu kurz. Entscheidend ist der Gesamtblick auf Einnahmen, Ausgaben und steuerliche Effekte.
In vielen Fällen zeigt sich:
- Mieteinnahmen,
- steuerliche Entlastungen durch Abschreibung und Zinsen,
- sowie Fördervorteile
können die laufenden Kosten deutlich abfedern – teilweise sogar überkompensieren. So entsteht trotz Finanzierung ein positiver oder zumindest neutraler Geldfluss, während gleichzeitig Vermögen aufgebaut wird.
Für wen sind Neubauimmobilien als Kapitalanlage besonders geeignet?
Besonders interessant ist dieses Modell für Anleger,
- mit stabilem, höherem Einkommen,
- mit vorhandenem Eigenkapital,
- die langfristig planen und
- steuerliche Effekte aktiv nutzen möchten.
Gerade Arbeitnehmer im Angestelltenverhältnis profitieren davon, dass Verluste aus Vermietung und Verpachtung direkt mit dem laufenden Einkommen verrechnet werden können – auf Wunsch sogar monatlich über eine Lohnsteuerermäßigung.
Langfristige Perspektive: Vermögensaufbau und steuerfreie Veräußerung
Immobilieninvestitionen entfalten ihre Wirkung vor allem über Zeit. Nach Ablauf der gesetzlichen Haltefrist kann ein Verkauf steuerfrei erfolgen. In Kombination mit den zuvor genutzten Abschreibungen entsteht ein attraktiver Gesamteffekt:
- laufende Steuerersparnisse,
- Tilgung durch Mieteinnahmen,
- möglicher Wertzuwachs der Immobilie.
Viele Investoren nutzen dieses Modell, um nach einigen Jahren in neue Objekte zu reinvestieren und den Abschreibungseffekt erneut zu nutzen.
Fazit: Die Investition in Neubauimmobilien bietet eine echte Chance
Eine Neubauimmobilie sollte nie ausschließlich aus steuerlichen Gründen erworben werden. Weitere entscheidende Fragen sind:
- Passt die Immobilie zur persönlichen Lebens- und Vermögensplanung?
- Sind Lage, Qualität und Vermietbarkeit überzeugend?
- Wie wirken Steuern, Finanzierung und Förderungen zusammen?
Richtig strukturiert können Neubauimmobilien ein wirkungsvolles Instrument sein, um:
- Steuern legal zu reduzieren,
- staatliche Förderungen zu nutzen,
- langfristig Vermögen aufzubauen.
Die Voraussetzung ist eine fundierte Planung und die ganzheitliche Betrachtung von Steuerrecht, Finanzierung und langfristigem Vermögensaufbau. Genau dabei begleiten wir unsere Mandanten – von der ersten Wirtschaftlichkeitsrechnung bis hin zur laufenden steuerlichen Betreuung.
Kommen Sie gerne auf uns zu.
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