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Was versteht die NFT- und Krypto-Welt unter Web3?
Welche Steuern gelten im Web3?

Web3 als ‚ÄěCommitment‚Äú  ein gemeinschaftliches Internet zu entwickeln

Web3 ist eine dezentralisierte Technologieplattform um ein offeneres, sichereres und transparenteres Internet zu schaffen basierend auf Blockchain- und andere Distributed-Ledger-Technologien. Dabei basiert Web3 auf einer dezentralen, gemeinschaftszentrierten Grundlage, die sich radikal von der einseitigen Natur unseres derzeitigen Internets (Web2) unterscheidet.

Web3-Gemeinschaften bestehen aus Einzelpersonen, Entwicklern und Organisationen, die zusammenarbeiten, um das dezentrale Web aufzubauen. Diese Gemeinschaften sind f√ľr die Entwicklung von Tools, Protokollen und Anwendungen verantwortlich, die es den Benutzern erm√∂glichen, auf Daten zuzugreifen, sie zu speichern und mit ihnen zu interagieren, ohne sich auf Drittanbieter verlassen zu m√ľssen. Die Web3-Gemeinschaften sind auch f√ľr die Bereitstellung von Support, Governance und Bildung rund um die Technologie verantwortlich, f√∂rdern die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern und sorgen daf√ľr, dass die Technologie zug√§nglich und sicher ist.

Wenn man sich das liest versteht man als Au√üenstehender erstmal recht wenig. Die Komplexit√§t im Zusammenhang mit Web3 ergibt sich im Wesentlichen aus der umfassenden Technologie, den sich daraus ergebenen vielseitigen Einsatzm√∂glichkeiten sowie dem Community-Gedanken. Letzterer wird √ľberwiegend √ľber die Kommunikationsplattform Discord gelebt.


Was ist die Vision des Web3?

Die Zukunftsvision des Web3 ist die Errichtung einer dezentralisierten Welt, die nicht nur durch Technologie, sondern auch durch Menschen gebaut wird. Es ist eine Welt, in der jeder Teilnehmer sein eigener Verwalter und Schöpfer ist, in der die Daten und Inhalte sicher und privat bleiben und in der echte Interaktion und Zusammenarbeit stattfinden kann. Im Web3 nutzen Menschen das Potenzial von Blockchain- und Dezentralisierungstechnologien um neue Wege zu finden, um Wert zu schaffen, zu teilen und zu verwalten. Es ist eine Welt, in der Menschen mit anderen interagieren, ihre Ideen, Kreativität und Innovationen austauschen und so zu einer besseren, sichereren und transparenten Welt beitragen.

NFTs (Non-Fungible Tokens) spielen eine wichtige Rolle in dieser Vision und sind dabei unser „Steckenpferd“ in der ACCONSIS.


Welche Formen von NFTs gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Non-Fungible-Tokens. Einige der häufigsten Arten sind:

  • Crypto Collectibles
    Diese Token werden in der Regel als digitale Sammelkarten oder andere digitale Inhalte verwendet.
  • Dezentralisierte Finanzierung (DeFi)
    Diese Token werden verwendet, um Investitions- und Finanzierungsprodukte zu ermöglichen.
  • Dezentralisierte Anwendungen (DApps)
    Diese Token werden verwendet, um auf dezentralen Anwendungen aufzubauen und Zugang zu Diensten und Funktionen zu erhalten.
  • Digitale Kunstwerke
    Diese Token werden verwendet, um digitale Kunstwerke zu kennzeichnen und zu sch√ľtzen.
  • Grundst√ľcke
    Diese Token werden verwendet, um Grundst√ľckseigentum zu kennzeichnen und zu sch√ľtzen.
  • Wertpapiere
    Diese Token werden verwendet, um den Handel mit Wertpapieren zu ermöglichen.

Utility, currency oder Token Рalles ist gegenwärtig auf dem Markt und keiner weiß genau, was bleiben wird.

Kurz gesagt:
bei Web3 geht es darum, eine dezentralisierte digitale Wirtschaft zu schaffen, die den Benutzern mehr Kontrolle und Eigentum √ľber ihre digitalen G√ľter gibt.

Viele sehen Web3 als die Zukunft des Internets und als den nächsten Schritt in der Entwicklung der digitalen Welt.


F√ľr was steht LAX3.0 und TAX3.0?

Steuern (Tax) im Web3 sind ein sehr komplexes Thema. Da die Technologie neu ist, gibt es noch keine klaren und einheitlichen Regeln. Die bestehenden steuerlichen Vorschriften sind in die Web3-Welt zu √ľbertragen, wie sie angewendet werden sollen. Es liegt an den jeweiligen L√§ndern, ihre eigenen Steuer- Gesetze und Richtlinien zu erlassen, um sicherzustellen, dass alle Transaktionen ordnungsgem√§√ü versteuert werden. Einige L√§nder haben bereits begonnen, solche Steuer-Richtlinien zu erlassen. Um sicherzustellen, dass alle mit Web3-Technologie durchgef√ľhrt Gesch√§fte ordnungsgem√§√ü versteuert werden, gibt es aber noch viel zu tun.

Gesetzliche Anpassungen existieren in Deutschland bislang nicht. Steuerrechtliche Richtlinien (Tax) des Finanzministeriums dagegen schon. Diese sind bisher allerdings sehr rudimentär ausgestaltet.

Somit ist derzeit das deutsche Steuerrecht aus der Zeit vor Web3 anzuwenden. Das er√∂ffnet M√∂glichkeiten der Auslegung – zugleich bedeutet es aber auch eine verbleibende steuerliche Unsicherheit.   

F√ľr Anbieter und Nutzer des Web3 bedeutet gleicherma√üen, dass heute schon geltende rechtliche und steuerliche Regeln einzuhalten sind.


Häufigsten Fragen von Privat-Tradern

  • Muss ich meine Gewinne aus Krypto-Trades versteuern?
  • Welche Steuerlast trifft mich bei einem steuerpflichtigen Gewinn aus einem Krypto-Trade (25%, 35% oder 50%?)
  • Welche steuerlichen Folgen hat es, wenn ich √ľber Fiat Ethereum kaufe und dann damit ein NFT erwerbe?
  • Gibt es steuerliche Haltefristen, die ich beachten muss, damit ich gewinne steuerfrei realisiere?
  • Sind Airdrops steuerfrei?
  • Was passiert steuerlich bei ApeCoin-Staking?
  • Wenn ich viele Trades ausf√ľhre, werde ich dann ein Gewerbetreibender?
  • In welcher Form darf ich mein NFT verwenden?
    Als Hintergrundbild bei WhatsApp, LinkedIn oder als Firmenlogo?
  • Kann ein NFT als Eigentum bei Gericht geltend gemacht werden?
  • M√ľssen Immobilien im Metaversum im Grundbuch eingetragen werden?
  • Wie sieht es mit Datenschutz und Datensicherheit bei Decentralized Finance aus?


Häufigsten Fragen von Unternehmen, die wir bei ihrem Markteintritt ins Web3 begleiten

  • Wie sieht eine Finanzbuchhaltung mit Kryptow√§hrungen aus und wie bilanziere ich als Unternehmen etwa Bitcoins oder NFTs?
  • Gibt es eine Umsatzsteuer im Web3?
  • Was bedeutet es rechtlich und steuerlich, wenn ich als Unternehmen im Rahmen eines ICO ein NFT-Projekt starte?
  • Was bedeutet in diesem Fall ein KYC-Prozess sowohl beim ICO als auch in Bezug auf Royalties?
  • Wie werden Kryptow√§hrungen in anderen L√§ndern steuerlich behandelt?
  • Wie werden Smart Contracts rechtlich eingestuft?


Was zeichnet die ACCONSIS WEB3-Experten aus?

Bei diesen und Ihren weiteren Fragen unterst√ľtzen wir Sie gerne ‚Äď egal, ob Sie als Privatperson agieren oder wir Sie als Unternehmen beraten.

Wir sind ein Expertenteam und verbinden unsere gemeinsame Expertise aus der Rechtsberatung, Steuerberatung und Wirtschaftspr√ľfung. All unsere Web3-Experten verbindet eines: sie besch√§ftigen sich seit Jahren aktiv mit dem Thema Web3, sind in den entsprechenden Foren und Communities aktiv vertreten und halten dort regelm√§√üig Vortr√§ge (HI.WEB3 Conference etc.) und verf√ľgen √ľber aktuelles und spezifisches Experten-Wissen.

Wir haben den rechtlichen und steuerlichen Blick auf Ihre Aktivitäten im Web3.
Fragen Sie uns.


Zusammenfassung:

Steuern beim Kryptohandel (Web3): Was Sie beachten m√ľssen

  • Trading mit Kryptow√§hrungen und NFT wird steuerlich regelm√§√üig als privates Ver√§u√üerungsgesch√§ft behandelt
  • Spekulationsgewinne m√ľssen grunds√§tzlich nur innerhalb eines Jahres versteuert werden
  • Tauschvorg√§nge (Fiat gg. Krypto, Krypto gg. NFT, NFT gg. NFT)  sind einer Ver√§u√üerung bzw. Anschaffung gleichgestellt und zu versteuern, wenn die Jahresfrist seit Anschaffung nicht verstrichen ist
  • Anschaffungs- und Verkaufsvorg√§nge m√ľssen detailliert dokumentiert werden
  • Verpflichtungen f√ľr H√§ndler: Wahl zwischen Fifo, und Durchschnitts-Methoden bei Steuerberechnung

Wie werden Gewinne aus Kryptokunst oder Kryptow√§hrung  besteuert?

Bei den bekannten Kapitalanlage, wie Aktien, Fondsanteilen usw., muss sich der Anleger nicht um die steuerlichen Angelegenheiten k√ľmmern, da die Banken die Abgeltungssteuer unter Verrechnung von Gewinnen und Verlusten ans Finanzamt selbst√§ndig abf√ľhren (vorausgesetzt es handelt sich um einen inl√§ndischen Vorgang).

Ganz anders ist es bei Kryptowährungen (Bitcoin, Ether, Ripple und Co), zumal sie dezentral im Web3 gehandelt werden. Zwar werden sie nur in wenigen Fällen als Fremdwährung oder als Kapitalanlage behandelt, dennoch können die Transaktionen im Zusammenhang mit Kryptowährungen steuerrechtlich relevant werden.

Der Kryptohandel wird als Ver√§u√üerungsgesch√§ft wie bei anderen privaten Wirtschaftsg√ľtern behandelt. Das bedeutet, dass lediglich ein Spekulationsgewinn, der innerhalb eines Jahres seit der Anschaffung erwirtschaftet wurde, versteuert werden muss. Hier greift dann nicht die Abgeltungssteuer, sondern der pers√∂nliche Einkommensteuersatz.

Soll hei√üen: Halte ich meinen Coin oder NFT √ľber ein Jahr, f√§llt auf den Gewinn regelm√§√üig keine Einkommensteuer an! Dies macht nat√ľrlich diese neue Geldanlage sehr attraktiv.

Steuerrelevanter Vorgang bei Bezahlung mit Kryptowährungen im Web3

Es wird vermehrt angeboten, Waren mit Kryptow√§hrung zu bezahlen. Das birgt allerdings viele steuerliche T√ľcken. Da die Bezahlung im Web3 mit Kryptow√§hrung dem Verkauf dieser gleichgestellt wird, muss der Ver√§u√üerungsgewinn durch Umtausch mit dem regul√§ren Einkommensteuersatz versteuert werden, wenn wiederum die Jahresfrist seit der Anschaffung der Kryptow√§hrung noch nicht verstrichen ist. Der Preis der gekauften Ware oder bezahlten Dienstleistung bestimmt dabei den Wert der Ver√§u√üerung.

Steuerberechnung

Das f√ľhrt zu einigen (aufwendigen) Verpflichtungen bei den Erwerbern von digitalen Assets: Jeder Anschaffungs- und Verkaufsvorgang muss detailliert dokumentiert werden, insbesondere der genaue Zeitpunkt, der Kurs sowie die Kosten der Transaktion. Das ist f√ľr die sp√§ten Ermittlung des Ver√§u√üerungsgewinns bzw. Ver√§u√üerungsverlusts unerl√§sslich.

Die Trader mit digitalen Assets k√∂nnen entweder die ‚ÄěFirst-in-first-out-Methode‚Äú (Fifo) oder eine Durchschnittsbewertung der Gewinne innerhalb eines Jahres verwenden. Bei Fifo wird angenommen, dass Anleger die zuerst gekauften digitalen M√ľnzen auch als erstes wieder absto√üen.

Verrechnung mit Spekulationsverlusten

Werden in einem Jahr mehrere Transaktionen get√§tigt, die sowohl gewinnerbringend als auch verlustbehaftet waren, d√ľrfen diese miteinander (aber auch ausschlie√ülich miteinander) verrechnet werden. Die mit dem An- oder Verkauf verbundenen Kosten k√∂nnen auch vom Gewinn abgezogen werden.

Freigrenze in Höhe von EUR 600,-

Die Gewinne aus dem Verkauf von anderen Wirtschaftsg√ľtern, zu denen auch eine Kryptow√§hrung und/oder Kryptokunstwerke z√§hlen, m√ľssen erst dann versteuert werden, wenn sie die Freigrenze in H√∂he von EUR 600,- √ľbersteigen. Liegt der Gewinn allerdings h√∂her, auch wenn es nur ein Cent w√§re, muss der gesamte Gewinn versteuert werden.


Achtung: Ein gewerblicher Handel f√ľhrt immer zu einer Besteuerung!

F√ľr den Handel mit Kryptow√§hrung oder Kryptokunst im Web3 besteht derzeit keine feste Grenze, bei der eine gewerbliche T√§tigkeit angenommen wird. Grunds√§tzlich wird sich der ‚Äěnormale Trader“ diese Sorgen wohl nicht machen m√ľssen. Die Schwelle zum gewerblichen Handel ist auch nach der Auffassung der Finanzverwaltung hoch. Das bedeutet, erst durch das Vorhalten besonderer Hard- und Software, einem hohen zeitlicher Einsatz und der damit verbundenen Einrichtung eines Gesch√§ftsbetriebes stellen sich die Fragen des gewerblichen Handels.      

Der professionelle Auftritt, die Marktkenntnisse und die nachhaltigen Gewinne k√∂nnen die Annahme der gewerblichen T√§tigkeit noch verfestigen. Dies f√ľhrte dann dazu, dass die Gewinne unabh√§ngig von der Jahresfrist stets der Versteuerung mit dem pers√∂nlichen Steuersatz zu unterwerfen sind.

Die Entwicklung in der digitalen Welt schreitet rasch voran. Will man diese Welle reiten und davon m√∂glicherweise sogar gro√üz√ľgig profitieren, darf man die steuerlichen T√ľcken nicht au√üer Acht lassen!

Unsere ACCONSIS-Experten verfolgen alle aktuellen Entwicklungen zu diesem Thema. Darum sollten Sie sich schon vor dem Web3 mit uns in Verbindung setzen.

Ihr ACCONSIS-Ansprechpartner

Dr. Christopher Arendt

Rechtsanwalt 
Fachanwalt f√ľr Steuerrecht 
Dr. Christopher Arendt 
Gesch√§ftsf√ľhrer der ACCONSIS

Service-Telefon
+49 89 547143
oder per E-Mail
c.arendt@acconsis.de

Meine Empfehlung

Der steuerliche Aspekt hinter dem Kryptohandel mit Kryptowährungen oder Kryptokunst birgt auch viele Gefahren und Herausforderungen. Gerne kann ich Sie dazu individuell beraten und mit Ihnen nach Lösungen suchen, um ihre digitalen Erträge zu sichern.


Sie ben√∂tigen Unterst√ľtzung?

Ich helfen Ihnen bei allen Fragen rund um die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen im Privat- und im Betriebsvermögen.

Hierzu habe ich eine Zusammenfassung erstellt mit den wichtigsten Fragen:

  • Was sind Kryptow√§hrungen?
  • Was sind die h√§ufigsten Investitionsformen?
  • Als was gelten Kryptow√§hrungen steuerlich?
  • Wie sind Kryptow√§hrungen im Privatverm√∂gen zu versteuern?
  • Wie dokumentiere ich Krypto-Transaktionen im Privatverm√∂gen?
  • Wie sind Kryptow√§hrungen im Betriebsverm√∂gen zu versteuern?
  • Was gibt es hinsichtlich der Erbschaft- und Schenkungsteuer bei Krypto-Werten zu beachten

Gerne senden wir Ihnen das Dokumente mit meiner Zusammenfassung direkt per E-Mail zu:

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    Crypto & Steuern I Interview mit Dr. Christopher Arendt I Trends #280

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