Coronakrise – Arbeiten von Zuhause: Homeoffice & Co – was gilt?

Homeoffice 2021 – diese Rechte und Pflichten gelten fĂŒr Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Zur EindĂ€mmung der Corona-Pandemie und Reduzierung der sozialen Kontakte – auch im Arbeitsumfeld – hat das Bundesministerium fĂŒr Arbeit und Soziales (BMAS) die Corona-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) erlassen. Hierin sind auch Regelungen zum Homeoffice enthalten.

Der Arbeitgeber hat den BeschĂ€ftigten im Fall von BĂŒroarbeit oder vergleichbaren TĂ€tigkeiten anzubieten, diese TĂ€tigkeiten in deren Wohnung auszufĂŒhren, wenn keine zwingenden betriebsbedingten GrĂŒnde entgegenstehen.
Die Corona-ArbSchV gilt befristet bis zum 15.3.2021. UPDATE vom 10.3.: Die Frist wurde bis 30.4.2021 verlÀngert.

  • Mobiles Arbeiten, Telearbeit, Homeoffice, Heimarbeit: Wie grenzt man die mobilen Arbeitsformen gegeneinander ab?
  • Einrichtung/ Kosten: Was gilt zu beachten?


Coronakrise – Arbeiten von Zuhause: Homeoffice & Co – was gilt?

Ob eine TĂ€tigkeit fĂŒr das Homeoffice geeignet ist und ob ggf. betriebliche GrĂŒnde entgegenstehen, entscheidet der Arbeitgeber. Vergleichbare TĂ€tigkeiten liegen grundsĂ€tzlich dann vor, wenn sie von zu Hause aus unter Einsatz von Informationstechnologien erledigt werden können. Zwingende betriebsbedingte GrĂŒnde können dem Homeoffice entgegenstehen, wenn die BetriebsablĂ€ufe sonst erheblich eingeschrĂ€nkt wĂŒrden oder gar nicht aufrechterhalten werden könnten.

Aus der Corona-ArbSchV folgt aber nur eine Verpflichtung des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer die TĂ€tigkeit im Homeoffice anzubieten. Es besteht keine Pflicht des Arbeitnehmers, dieses Angebot anzunehmen. Der Arbeitgeber kann also auch weiterhin nicht einseitig die DurchfĂŒhrung der Arbeit im Homeoffice anordnen. Entsprechende Überlegungen bleiben nach wie vor besonders gelagerten EinzelfĂ€llen vorbehalten.


Abgrenzung der verschiedenen Arbeitsformen

1. Mobiles Arbeiten

Mobiles Arbeiten ist bislang nicht gesetzlich definiert. FĂŒr das mobile Arbeiten ist ausschlaggebend, dass die Verbindung zum Betrieb per Informations- und Kommunikationstechnik – also ĂŒber mobile EndgerĂ€te (z. B. Laptop, Tablet, Smartphone) – hergestellt wird. Beim mobilen Arbeiten ist der Mitarbeiter nicht an ein festgelegtes (hĂ€usliches) BĂŒro gebunden. Der Mitarbeiter kann die Arbeit typischerweise an wechselnden Orten außerhalb des Betriebs erledigen.

2. Telearbeit

Im Unterschied zur mobilen Arbeit ist die Telearbeit an einen festen Arbeitsplatz gebunden, den der Arbeitgeber fĂŒr den BeschĂ€ftigten in dessen Privatbereich einrichtet.

3. Homeoffice

Der Begriff Homeoffice wird oft synonym zur Telearbeit gebraucht und umschreibt eine besondere Arbeitsform, bei der der Arbeitnehmer seine gesamte Arbeit oder auch nur einen Teil davon innerhalb seiner privaten SphĂ€re ausfĂŒhrt. Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach den individual- bzw. kollektivrechtlichen Regelungen zum Homeoffice.

4. Heimarbeit

Heimarbeiter im Sinne des Heimarbeitergesetzes (HAG) ist, wer in selbstgewĂ€hlter ArbeitsstĂ€tte (eigener Wohnung oder selbstgewĂ€hlter BetriebsstĂ€tte) allein oder mit seinen Familienangehörigen im Auftrag von Gewerbetreibenden oder Zwischenmeistern erwerbsmĂ€ĂŸig arbeitet, jedoch die Verwertung der Arbeitsergebnisse dem unmittelbar oder mittelbar auftraggebenden Gewerbetreibenden ĂŒberlĂ€sst. Heimarbeiter haben arbeitsrechtlich eine besondere Stellung, da sie keine Angestellten sind. FĂŒr sie gelten besondere Schutzvorschriften.


Einrichtung/Kosten des Arbeitsplatzes

Der Arbeitgeber ist grundsĂ€tzlich fĂŒr die Ausstattung des Arbeitsplatzes verantwortlich, wenn er mit dem Arbeitnehmer eine regelmĂ€ĂŸige Arbeit an einem festgelegten Telearbeitsplatz bzw. im Homeoffice vereinbart. Das ergibt sich aus der ArbeitsstĂ€ttenverordnung (ArbStĂ€ttV). Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer also auf seine Kosten die fĂŒr den Homeoffice-Arbeitsplatz erforderlichen Arbeitsmittel zur VerfĂŒgung stellen, z.  B.

  • elektronische GerĂ€te wie Computer, Drucker
  • EinrichtungsgegenstĂ€nde wie BĂŒrostuhl, Schreibtisch, etc.

Bringt der Arbeitnehmer diese – auch teilweise – selber ein, indem er z.  B. seinen eigenen Schreibtisch oder Computer nutzt, kann er einen Aufwendungsanspruch gegenĂŒber dem Arbeitgeber haben. In diesem Fall sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer in die Vereinbarung ĂŒber die Homeoffice-TĂ€tigkeit Regelungen zur Kostentragung aufnehmen.

Homeoffice 2021 –
diese Rechte und Pflichten gelten fĂŒr Arbeitgeber und Arbeitnehmer


ACCONSIS Corona Task Force

Homeoffice 2021 – diese Rechte und Pflichten gelten fĂŒr Arbeitgeber und Arbeitnehmer

In dieser Mandanten-Information beantworten wir Ihnen alle relevanten Fragen.

  • Was besagt die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung?
  • Gibt es Fristen?
  • Was gilt fĂŒr Arbeitgeber?
  • Pflichten zur Einrichtung des Homeoffice-Arbeitsplatzes?
  • Arbeits- und Datenschutz?
  • Wann drohen Bußgelder?
  • Was gilt fĂŒr Arbeitnehmer?
  • Unfallversicherungsschutz, was gilt?
  • Welche Steuerrechtlichen Folgen und Vorteile hat es?

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